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18-jähriger Spezialhersteller von Rennwagen des Fernbedienungsmodells

So stellen Sie Ihre Vorder-, Mittel- und Hinterachsdifferentiale optimal ein – RC-Differentialöl-Tuning-Leitfaden

Du hast den Motor aufgerüstet, die Reifen gewechselt und die Stoßdämpfer eingestellt. Aber wenn sich dein Buggy in Kurven immer noch unruhig anfühlt oder beim Beschleunigen schwammig wirkt, übersiehst du wahrscheinlich eine wichtige Komponente: Differentialöl.

Das Einstellen von Differenzialen gilt oft als „Geheimwissenschaft“, ist aber eigentlich einfache Physik. Durch die Veränderung der Viskosität (Zähflüssigkeit) des Silikonöls in den Differenzialen lässt sich die Kraftverteilung auf die Räder steuern.

Egal ob Sie einen Buggy im Maßstab 1:8 oder einen Short-Course-Truck im Maßstab 1:10 fahren, dieser Leitfaden hilft Ihnen dabei zu verstehen, wie Sie die richtige Flüssigkeit auswählen, um Ihr Fahrzeug optimal einzustellen.

So stellen Sie Ihre Vorder-, Mittel- und Hinterachsdifferentiale optimal ein – RC-Differentialöl-Tuning-Leitfaden 1


Viskosität verstehen: Dünnflüssig vs. Dickflüssig

Bevor wir uns mit den einzelnen Differentialen befassen, sprechen wir über das Öl. RC-Differentialöl wird in cSt (Centistokes) oder Wt (Gewicht) angegeben.

Dünnflüssiges Öl (niedriger cSt-Wert): Es fließt wie Wasser. Dadurch können sich die Zahnräder im Differential frei drehen, sodass sich die Räder problemlos mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen können.

Dickflüssiges Öl (hohe cSt-Zahl): Fließt wie Honig/Melasse. Es erzeugt Widerstand (Blockierwirkung) und zwingt die Räder, sich mit geringerer Geschwindigkeit zu drehen.

So stellen Sie Ihre Vorder-, Mittel- und Hinterachsdifferentiale optimal ein – RC-Differentialöl-Tuning-Leitfaden 2


1. Abstimmung des Vorderachsdifferenzials

Das Vorderachsdifferenzial bestimmt, wie Ihr Auto in eine Kurve einfährt und wie es wieder herausfährt.

Dünneres Frontöl (leichter)

Der Effekt: Ermöglicht es den Vorderrädern, sich leichter unabhängig voneinander zu drehen.

Vorteile: Verbessert das Lenkverhalten beim Einlenken ohne Servounterstützung . Das Fahrzeug reagiert direkter in die Kurve.

Nachteile: Beim Beschleunigen kann die Traktion nach vorne verloren gehen. Ist das Öl zu dünnflüssig, kann das kurveninnere Rad durchdrehen (sogenanntes „Differentialblockieren“ ), was zu einem unpräzisen Lenkverhalten beim Herausbeschleunigen aus der Kurve führt.

Dickflüssigeres Vorderachsöl (schwerer)

Der Effekt: Die Vorderräder werden stärker miteinander verbunden.

Vorteile: Erhöht die Stabilität beim Bremsen und ermöglicht eine massive Lenkung unter Last am Kurvenausgang. Es zieht das Auto aus der Kurve heraus.

Nachteile: Kann das anfängliche Einlenkverhalten verringern, wodurch sich das Auto beim Einlenken "schieblich" (untersteuernd) anfühlt.


2. Abstimmung des Mitteldifferenzials

Hinweis: Dies gilt für Allradfahrzeuge mit Mitteldifferenzial (wie z. B. Buggys/Truggies im Maßstab 1:8).

Das Mitteldifferenzial regelt die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse.

Dünneres Öl für die Mitte

Der Effekt: Die Kraft wird so geleitet, dass sie den Weg des geringsten Widerstands nimmt (in der Regel zu den Vorderrädern, wenn das Hinterrad absinkt).

Vorteile: Erleichtert das Fahren auf unebenen Strecken . Es sorgt für ein ruhigeres Fahrverhalten und ermöglicht eine präzisere Lenkung ohne Servounterstützung.

Nachteile: Verringert die Beschleunigung. Warnung: Bei Betrieb eines Hochleistungsmotors mit zu dünnflüssigem Öl wird die Differentialwirkung zu stark, wodurch Hitze entsteht, die das Öl „überkochen“ kann.

Dickeres Öl in der Mitte

Der Effekt: Die Kraft wird gleichmäßiger zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt (stärkerer „Allradantriebseffekt“).).

Vorteile: Unglaubliche Beschleunigung und verbesserte Lenkung unter Last. Am besten geeignet für griffige, glatte Strecken .

Nachteile: Das Auto kann nervös oder unruhig reagieren. Man muss das Gaspedal sehr sanft bedienen, um zu verhindern, dass das Auto aus der Kontrolle gerät.


3. Abstimmung des Hinterachsdifferenzials

Beim Hinterachsdifferenzial dreht sich alles um Traktion und Rotation der Hinterachse.

Dünneres Hinterachsöl

Der Effekt: Hält das Heck stabil auf dem Boden.

Vorteile: Verbessert die Kurvenhaftung und erleichtert das Einlenken in die Kurve. Ideal für rutschige, lose Oberflächen.

Nachteile: Kann dazu führen, dass sich das Auto unter Last träge anfühlt.

Dickflüssigeres Hinterachsöl

Der Effekt: Fördert einen kontrollierten Traktionsverlust des Hecks.

Vorteile: Unterstützt das Einlenken (Powerslide) in der Kurvenmitte. Reduziert den Radschlupf und sorgt so für maximalen Vortrieb.

Nachteile: Verringert die Traktion der Hinterachse in Kurven. Ist die Schicht zu dick, bricht das Heck zu leicht aus (plötzliches Übersteuern).


Kurzübersicht

Nutzen Sie diese Kurzanleitung, um Ihr Setup an die Streckenbedingungen anzupassen:

Streckenzustand

Vorderachsdifferenzial

Mitteldifferenzial

Hinterachsdifferenzial

Locker / holprig / geringer Grip

Abnehmen (Besser eindrehen)

Go Thinner (Saugt Unebenheiten auf)

Dünner werden (Mehr Grip)

Hohe Rutschfestigkeit / Glatt / Teppich

Dickere Wandstärke (Stabilität)

Dickere Dicke (Beschleunigung)

Dickere Schicht (Rotation)

Profi-Tipp: Ändern Sie immer nur eine Sache gleichzeitig. Beginnen Sie mit der Standardeinstellung des Herstellers (Standardeinstellung) und passen Sie die Werte in kleinen Schritten an (z. B. von 5.000 cSt auf 7.000 cSt).

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